Unsere Expertenrunde zur US-Wahl

Quo vadis Amerika? MAGA!?

Am Dienstag den 3. November fanden die Präsidentenwahlen in den U.S.A. statt und erst am darauffolgenden Samstag stand das Ergebnis nach einem zähen Auszählprozess fest: Es wird einen Wechsel von Donald Trump zu Joe Biden, von einem republikanischen zu einem demokratischen Präsidenten geben. Was bedeutet dieser Wechsel nun für die restliche Welt? Für Europa und schließlich für Deutschland und das transatlantische Verhältnis in einer herausfordernden Zeit. Pandemie, Klima, Handel, Flüchtlinge und Kriege; es gibt viele Themen, die nur global und mit Amerika gelöst werden können. Das betrifft auch unsere Zukunft und deshalb wollen wir in dieser Diskussion Experten fragen und mit ihnen diskutieren.

21.

November2020

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Wer spricht?

Eure Diskussionspartner für starke Fragen!

Jürgen Trittin

Jürgen Trittin

MdB, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss d. Bundestages, Bündnis 90/Die Grünen

Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio

Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio

Verfassungsrichter a.D. | Professor für Staatsrecht am Institut für öffentliches Recht Universität Bonn

Rieke Havertz

Rieke Havertz

Amerika-Korrespondentin, Die ZEIT, Washington

Prof. Dr. Sabine Sielke

Prof. Dr. Sabine Sielke

Direktorin des North American Studies Program, Rheinische Friedrich-Wilhlems-Universität Bonn

Dr. Benjamin Becker

Dr. Benjamin Becker

Managing Director Amerika Haus NRW e.V. in Köln

Prof. Dr. Ulrich Schlie

Prof. Dr. Ulrich Schlie

Henry Kissinger-Professor für Sicherheits- und Strategieforschung, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Am Morgen nach der Wahl sind die meisten Bundesstaaten bereits ausgezählt; noch liegt Biden vorne, aber Amtsinhaber Donald Trump holt weiter auf. Es sieht so aus, als würde sich die Wahl durch die noch nicht ausgezählten Briefwahlscheine entscheiden. In einer Rede behauptete Trump abermals, die Wahl sei manipuliert und sagte, er wolle vor dem Supreme Court, also dem Obersten Gericht der USA klagen, um einen Stop der Auszählungen zu erwirken. Zuletzt hatte Trump mit Amy Coney Barrett eine weitere konservative Richterin hierhin berufen, sodass die Mehrheit der Richter nun den Republikanern zugeordnet wird.

Seit Wochen behauptet Trump, die Wahl würde von den Demokraten manipuliert werden. Seinen Anhängern gegenüber stellte er klar, dass er die Wahl nur verlieren könne, wenn sie gefälscht sei. Auf die konkrete Frage eines Journalisten, ob er das Weiße Haus im Falle einer Niederlage verlassen werde, antwortete Trump „Wir müssen abwarten, was passiert“. Nach bestürzten Reaktionen auch aus den eigenen Reihen ruderte Trump zurück - bleibt aber bei seiner Behauptung einer manipulierten Wahl. Die amerikansichen Sicherheitsbehörden sicherten indess zu, die Wahl würde bestens überwacht und eine Manipulation sei ausgeschlossen.

Schon zwei Tage vor der Wahl am 3. November hat ein großer teil der Amerikaner bereits gewählt. Am 1. November hatten so wohl schon 9o Millionen Wähler Ihre Stimme abgegeben; das sind fast so viele, wie 2016 insgesamt gewählt haben. So haben aus Angst vor Corona vor allem Demokraten entweder per Briefwahl ihre Kreuze gemacht, oder das Early Voting genutzt. Es wird deshalb eine rekordverdächtige Wahlbeteiligung erwartet. 

Während wir dem morgigen Tag entgegenfiebern und auf ein klares Ergebnis hoffen, macht sich in den USA Furcht breit. Berichte aus Washington zeigen, wie sich ein Land verbarrikadiert: Man fürchtet Ausschreitungen. In einem Interview sagt ein Geschäftsinhaber "Es ist nicht die Frage, ob, sondern wann die Ausschreitungen beginnen."

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